Die Feuerzangenbowle

Die Feuerzangenbowle

Deutschland 1943/1944, Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

Inhalt

The Fire Tongue Bowl

During a Stag Night where his friends exchange anecdotes about their old school days, the well-known writer Dr. Johannes Pfeiffer cannot join in. He was taught by a private tutor on his father’s estate. In order to recover his lost youth, Dr. Johannes Pfeiffer changes into Hans Pfeiffer, a schoolboy in a small town high school. With ever more foolhardy pranks, he drives the assembled teaching staff completely mad – discovering along the way the woman of his life: Eva, the daughter of the school principal.

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Die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann

Diesen Film zu analysieren und zu kritisieren bietet sich an in der heutigen Zeit, eine Zeit, wo Analyse und Kritik hoch anerkannt sind.

Man kann das auch machen, so wie wir einen Menschen der Psychoanalyse unterziehen, doch auch wenn man haarsträubende Ergebnisse bekommt, wird man wieder von der Analyse zurücktreten, und den Mensvchen als Ganzen anerkennen und sehen.

Die Feuerzangenbowle wird mit Sicherheit unbewusste und bewusste Elemente ihrer wirklichen Zeit ( Nazizeit ) mit sich tragen, aber in letzter Konsequenz sehe ICH diesen Film mit den Augen der Zuneigung und des Respektes.

Kritisieren ist leicht, tun ist schwer.

Dieses Werk ist genial, und einer der ganz
großen Filme.

Stellvertretend für alle Schauspieler seien hier Paul Henckels und Heinz Rühmann genannet.

Matthew Miller, 23. Januar 2018

Wie faschistisch ist die Feuerzangenbowle?

Karsten Witte war einer der intellektuellsten und schärfsten deutschen Filmkritiker. Als Herausgeber der Schriften von Siegfried Kracauer schien er brilliant ausgerüstet, um seinem Lieblingsthema - den Filmkomödien des Dritten Reiches - analytisch zu Leibe zu rücken. In seinem unvollendeten Buch "Lachende Erben, Toller Tag" stellt er am Schluss die Frage, wie faschistisch die "Feuerzangenbowle" wohl war. Er verweist auf die Regression der Väter in ihre eigenen Schülertage, was angesichts des mörderischen Krieges nicht wundert . Witte macht die "Infantilisierung" der Unterhaltungsfilme dingfest, die "rigide Verfestigung der Geschlechterrollen". Als Pfeiffer den Liebesbrief von Eva in den Mund steckt, schreibt Witte: "Die Abwehr der Frau ist um den Preis der Verleugnung erkauft". - Mit diesem Essay im Gepäck sieht sich die "Feuerzangenbowle" anders an. Sie ist natürlich auch witzig, hinreissend gespielt von Erich Ponto und Paul Henkels und veralbert herrlich die Lehrerriege. Aber so harmlos ist dieser Schülerscherz nicht. Wittes kluge Bemerkungen "sitzen". Sie lassen sich beim erneuten Anschauen nicht mehr weglachen.

Credits

Director:Helmut Weiss
Screenplay:Heinrich Spoerl
Director of photography:Ewald Daub
Editing:Helmuth Schönnenbeck
Music:Werner Bochmann
  
Cast: 
Heinz RühmannSchriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer
Karin HimboldtEva Knauer
Hilde SessakSchauspielerin Marion
Erich PontoProfessor "Schnauz" Grey
Paul HenckelsProfessor Bommel
Hans LeibeltGymnasialdirektor "Zeus" Knauer
Lutz GötzOberlehrer Dr. Brett
Max GülstorffOberschulrat
Hans RichterPrimaner Rosen
Clemens HassePrimaner Rudi Knebel
Rudi SchippelPrimaner Luck
Heinz HimmelPrimaner Ackermann
Ewald WenckKastellan Kliemke
Egon VogelMusiklehrer Fridolin
Margarethe SchönMutter Knauer
Hedwig WangelHaushälterin bei Grey
Anneliese WürtzFrau Windscheidt
Erwin BiegelDr. Pfeiffers Diener
Ernst RotmundHoteldirektor
Walter WernerBankangestellter
Georg Heinrich SchnellStammtischmitglied
Albert FlorathStammtischmitglied
Georg VogelsangStammtischmitglied
Karl EtlingerStammtischmitglied
Julius BrandtKellner im Weinlokal
  
Production company:Terra-Filmkunst GmbH (Berlin)

All Credits

Director:Helmut Weiss
Assistant director:Lisa Todenhagen
Screenplay:Heinrich Spoerl
based on:Heinrich Spoerl (Roman)
Director of photography:Ewald Daub
Production design:Willi A. Herrmann
Costume design:Walter Schulze-Mittendorff
Editing:Helmuth Schönnenbeck
Sound:Alfred Zunft
Music:Werner Bochmann
  
Cast: 
Heinz RühmannSchriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer
Karin HimboldtEva Knauer
Hilde SessakSchauspielerin Marion
Erich PontoProfessor "Schnauz" Grey
Paul HenckelsProfessor Bommel
Hans LeibeltGymnasialdirektor "Zeus" Knauer
Lutz GötzOberlehrer Dr. Brett
Max GülstorffOberschulrat
Hans RichterPrimaner Rosen
Clemens HassePrimaner Rudi Knebel
Rudi SchippelPrimaner Luck
Heinz HimmelPrimaner Ackermann
Ewald WenckKastellan Kliemke
Egon VogelMusiklehrer Fridolin
Margarethe SchönMutter Knauer
Hedwig WangelHaushälterin bei Grey
Anneliese WürtzFrau Windscheidt
Erwin BiegelDr. Pfeiffers Diener
Ernst RotmundHoteldirektor
Walter WernerBankangestellter
Georg Heinrich SchnellStammtischmitglied
Albert FlorathStammtischmitglied
Georg VogelsangStammtischmitglied
Karl EtlingerStammtischmitglied
Julius BrandtKellner im Weinlokal
  
Production company:Terra-Filmkunst GmbH (Berlin)
Line producer:Heinz Rühmann
Unit production manager:Robert Leistenschneider
Location manager:Fritz Anton
Shoot:18.03.1943-06.1943: Neustrelitz, Ellwangen, Schwäbisch Hall, Bad Salzschlirf; Ufastadt Babelsberg
Original distributor:Deutsche Filmvertriebs GmbH (DFV) (Berlin)
Length:2686 m, 98 min
Format:35mm, 1:1,33
Picture/Sound:s/w, Mono
Rating:Zensur: 14.01.1944, B.59831, Jugendfrei ab 14 Jahre
Screening:Uraufführung (DE): 28.01.1944, Königstadt, Ufa-Theater;
Uraufführung (DE): 28.01.1944, Berlin, Tauentzien-Palast

Titles

Originaltitel (DE) Die Feuerzangenbowle

Versions

Original

Length:2686 m, 98 min
Format:35mm, 1:1,33
Picture/Sound:s/w, Mono
Rating:Zensur: 14.01.1944, B.59831, Jugendfrei ab 14 Jahre
Screening:Uraufführung (DE): 28.01.1944, Königstadt, Ufa-Theater;
Uraufführung (DE): 28.01.1944, Berlin, Tauentzien-Palast
 

Awards

1944
Prädikat: Künstlerisch wertvoll