Das Turiner Pferd

Das Turiner Pferd

Ungarn / Frankreich / Deutschland / Schweiz 2010/2011, Spielfilm

Inhalt

"Am 3. Januar 1889 tritt in Turin Friedrich Nietzsche durch die Tür des Hauses Via Carlo Alberto 6. Nicht allzu weit weg von ihm hat der Kutscher einer Pferdedroschke Ärger mit einem widerspenstigen Pferd. Trotz all seiner Ermahnungen weigert sich das Pferd, sich in Bewegung zu setzen, woraufhin der Kutscher die Geduld verliert und zur Peitsche greift. Nietzsche nähert sich dem entstehenden Gedränge und setzt dem brutalen Verhalten des Kutschers ein Ende, indem er schluchzend seine Arme um den Hals des Pferdes legt.

Sein Vermieter bringt ihn anschließend nach Hause, und zwei Tage lang liegt er bewegungslos und stumm auf dem Sofa, ehe er berühmte letzte Worte spricht und noch weitere zehn Lebensjahre stumm und umnachtet unter der Obhut von Mutter und Schwestern verbringt.
Was mit dem Pferd geschah, wissen wir nicht."

So Béla Tarr im einführenden Vorspanntext seines Films. Er beschreibt in unmittelbarem Anschluss an das Ereignis mit großer Genauigkeit das Leben des Kutschers, seiner Tochter und auch des Pferdes. Gedreht hat der ungarische Regisseur in seiner unverwechselbaren Handschrift: mit langen Kameraeinstellungen, in Schwarzweiß und unter weitgehendem Verzicht auf Dialoge.

Quelle: 61. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Regie:Béla Tarr
Drehbuch:László Krasznahorkai, Béla Tarr
Kamera:Fred Kelemen
Schnitt:Ágnes Hranitzky
Musik:Mihály Víg
  
Darsteller: 
János DerzsiOhlsdorfer
Erika BokOhlsdorfers Tochter
Mihály KormosBernhard
Ricsi
  
Produktionsfirma:T.T. Filmmühely (Budapest)
Produzent:Gábor Téni

Alle Credits

Titel

Originaltitel (DE) Das Turiner Pferd
Weiterer Titel (HU FR DE CH) A Torinói Ló
Weiterer Titel (HU FR DE CH) The Turin Horse

Fassungen

Original

Länge:146 min
Format:35mm, 1:1,66
Bild/Ton:s/w, Dolby SRD
Aufführung:Uraufführung (DE): 15.02.2011, Berlin, IFF - Wettbewerb;
Kinostart (DE): 15.03.2012
 

Auszeichnungen

IFF Berlin 2011
FIPRESCI-Preis
Silberner Bär, Großer Preis der Jury
 

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