Kinshasa Symphony – Ein klassisches Orchester im Kongo

Kinshasa Symphony – Ein klassisches Orchester im Kongo

Deutschland 2009/2010, Dokumentarfilm

Inhalt

Albert Matubenza ist Musiker. Er hat vielen Streichern im Orchester die Noten und ihr Instrument erklärt. Dabei ist er selbst Gitarrist und kann weder Geige noch Cello spielen. Gerade baut er an einem neuen Kontra bass für das Ensemble. Andere Handwerker unter den Orchestermitgliedern haben inzwischen eine ganze Kollektion von oft selbsterfundenen und -gebauten Werkzeugen, um jede erdenkliche Reparatur eines Instruments durchzuführen. Nebenbei schneidern die Musikerinnen und Musiker ihre Anzüge und Kleider für die Auftritte selbst, organisieren die Beschaffung von Noten und sorgen während der langen Probenabende für die Verpflegung und die Beaufsichtigung der Kinder. Die meisten Orchestermitglieder sind Autodidakten und Amateure. Selbst für diejenigen, die das Glück haben, über eine Berufsausbildung und eine halbwegs geregelte Arbeit zu verfügen, ist der Alltag in der Acht-Millionen-Metropole Kinshasa ein Kampf ums Überleben. Für viele beginnt der Arbeitstag um sechs Uhr morgens, oft noch weit früher. Trotzdem wird abends bis in die Nacht hinein geprobt – und das praktisch jeden Tag.

Armand Diangienda ist Dirigent, ausgebildeter Pilot und Gründer des Orchesters. Schon sein Großvater gab ihm mit auf den Weg, dass er ein Orchester gründen solle. Heute stehen bei Konzerten des Orchestre Symphonique Kimbanguiste 200 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Zum Unabhängigkeitstag der Demokratischen Republik Kongo plant das Orchester ein großes Open-Air-Konzert. Mehrere tausend Zuschauer werden erwartet. Auf dem Programm: Beethovens Neunte, "Carmina Burana", Werke von Dvorschák und Verdi. Die Probenarbeit, das gemeinsame Musizieren und schließlich das Konzert des Orchesters zeigen die Kraft und Entschlossenheit, mit der sich die kongolesische Zivilgesellschaft aus dem Teufelskreis aus kolonialer Unterdrückung, Tyrannei, Armut und Krieg befreien will.

Quelle: 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Alle Credits

Regie:Claus Wischmann, Martin Baer
Drehbuch:Claus Wischmann (Konzept)
Kamera:Martin Baer, Michael Dreyer
Schnitt:Peter Klum
Ton-Design:Pascal Capitolin
Ton:Jan Schmiedt, Pascal Capitolin, Karsten Hoeffer
Musik:Jan Tilman Schade
Mitwirkung:Altert Matubenza, Armand Diangienda
Produktionsfirma:sounding images GmbH (Berlin)
in Zusammenarbeit mit:Westdeutscher Rundfunk (WDR) (Köln), Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) (Berlin + Potsdam), Télévision Suisse Italienne (Lugano)
Produzent:Stefan Pannen, Holger Preuße
Redaktion:Jutta Krug (WDR), Lothar Mattner (WDR), Petra Schmitz (RBB)
Producer:Stefan Pannen
Produktionsleitung:Karl-Martin Lötsch
Produktions-Assistenz:Sabine Füllborn
Dreharbeiten:: Kinshasa
Erstverleih:Edition Salzgeber & Co. Medien GmbH (Berlin)
Filmförderung:Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH (MBB) (Potsdam), Filmförderungsanstalt (FFA) (Berlin), Deutscher Filmförderfonds (DFFF) (Berlin), Media Plus Programm (EU)
Länge:2692 m, 98 min
Format:35 mm , 1:1,85
Bild/Ton:Farbe, Dolby Digital
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 26.08.2010, 124198, ohne Altersbeschränkung/feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 17.02.2010, Berlin, IFF - Berlinale Spezial;
Kinostart (DE): 23.09.2010

Titel

Originaltitel (DE) Kinshasa Symphony – Ein klassisches Orchester im Kongo

Fassungen

Original

Länge:2692 m, 98 min
Format:35 mm , 1:1,85
Bild/Ton:Farbe, Dolby Digital
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 26.08.2010, 124198, ohne Altersbeschränkung/feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 17.02.2010, Berlin, IFF - Berlinale Spezial;
Kinostart (DE): 23.09.2010
 

Auszeichnungen

FBW 2010
Prädikat: besonders wertvoll
 
Festival des deutschen Films, Ludwigshafen 2010
Publikumspreis (ex aequo >Renn, wenn Du kannst<)
 
Open Dok Film Festival Turnhout, Belgien 2010
Lobende Erwähnung
 
Erasmus Euro Media Awards, Wien 2010
Gütesiegel
 
Festival de Cine Alemán, Buenos Aires 2010
Publikumspreis
 
Phoenix Dokumentarfilmpreis, Bonn 2010
Lobende Erwähnung
 
Jecheon International Music&Film Festival, Jecheon (Süd Korea) 2010
Großer Preis
 
Vancouver International Film Festival, Canada 2010
Most Popular Nonfiction Film Award
 
International Documentary Film Festival Flahertiana, Perm (Russland) 2010
Jurypreis
 
Rhode Island International Film Festival, USA 2010
Großer Preis, Beste Kamera