Ausstellung "Superstars der Ufa" eröffnet im Deutschen Filmhaus

07.06.2013 | 15:24 Uhr

Ausstellung "Superstars der Ufa" eröffnet im Deutschen Filmhaus

"Superstars der Ufa" präsentiert die Ausstellung vom 7. Juni bis 28. Juli im Deutschen Filmhaus (Wiesbaden) mit begleitender Filmreihe im Murnau-Filmtheater. Das Spektrum der Schau, die in Kooperation mit der Universität Mannheim im Zuge eines Praxisseminars erstellt wurde, reicht von den 1920ern bis in die 40er Jahre und bietet Kinolegenden wie Marlene Dietrich, Heinz Rühmann, Lilian Harvey, Emil Jannings, Zarah Leander oder Hans Albers.

Die Ausstellung (Eintritt frei) ist geöffnet zu den Kinovorstellungen. Die Reihe von Filmen aus dem Bestand der Murnau-Stiftung beginnt im Juni mit "Der Blaue Engel" (DE 1929/30), "Der letzte Mann" (DE 1924), "Die Drei von der Tankstelle" (DE 1930) und "La Habanera" (DE 1937).

Eröffnung am 7. Juni
Die Ausstellung wird am Freitag, 7. Juni eröffnet (Einlass mit Kinoticket für die Abendvorstellung von "Der Blaue Engel" um 19.30 Uhr / 8 EUR, keine Ermäßigung). Bei der Eröffnung (ab 18 Uhr) begrüßt Ernst Szebedits (Vorstand der Murnau-Stiftung). Es sprechen Rose-Lore Scholz (Stadträtin und Schirmherrin der Ausstellung), Sebastian Schnurr (Murnau-Stiftung, Seminarleiter des Praxisseminars), Laura Kipfelsberger und Nico Cicalone (Studierende der Universität Mannheim). Nach Führung durch die Ausstellung gibt es einen Empfang. Ab 19.30 Uhr läuft der Klassiker "Der Blaue Engel" (DE 1929/30) – Marlene Dietrich – als "fesche Lola" singend und verführend – in einer ihrer wichtigsten Rolle.

Zur Ausstellung:
Von dem Meisterwerk des Stummfilms "Der letzte Mann" (DE 1924) mit Emil Jannings über den stilprägenden Tonflim "Der Blaue Engel" (DE 1929/30) bis hin zum aufwendigen Farbfilm "Münchhausen" (DE 1943) spannt die Ausstellung einen Bogen von den 1920er bis 40er Jahre. Die Ufa avancierte in dieser Zeit zur deutschen Traumfabrik, sie prägte Filmgenres und schuf "Superstars" der Zeit. Viele von ihnen sind unvergessene Leinwand-Legenden und -Idole. Ausstellungsstücke wie Filmplakate, Fotografien und besondere Exponate aus dem Bestand der Murnau-Stiftung sowie von Partnerinstitutionen machen dieses Kapitel der Filmgeschichte lebendig. Erstellt wurde die Ausstellung von der Murnau-Stiftung in Kooperation mit der Universität Mannheim im Zuge eines Praxisseminars und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Wiesbaden, des Deutschen Filminstituts/Filmmuseums, des Filmmuseums Potsdam und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.

Kinotermine "Superstars der Ufa" im Murnau-Filmtheater

Fr 7.6. 19.30 / So 9.6. 15.30
"Der Blaue Engel"

Regie: Josef von Sternberg, DE 1929/30, 106 min, digital, FSK: ab 12
mit Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron
Mit dem Klassiker des Weimarer Kinos setzte Josef von Sternberg Marlene Dietrich als Varieté-Sängerin Lola Lola ein Denkmal und ebnete den Weg für ihren Aufstieg zum Weltstar. Emil Jannings brilliert in der ergreifenden Charakterstudie als pedantischer Professor Rath, der sich in Lola Lola verliebt und den Halt in seinem bürgerlichen Leben verliert.

Mi 12.6. 20.15 / So 16.6. 15.30
"Der letzte Mann"

Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, DE 1924, 101 min, digital, FSK: ab 0
mit Emil Jannings, Max Hiller, Emilie Kurz
Der Portier des Hotels Atlantic ist aufgrund seiner Uniform ein geachteter Mann. Als ihm die Arbeit langsam schwer fällt, wird er zum Toilettenmann degradiert. Er versucht alles,um seinen beschämenden Abstieg zu vertuschen. Als ein Gast in seinen Armen stirbt, ändert sich sein Leben aber schlagartig… Stummfilm mit Musik in bearbeiteter Fassung.

Mi 19.6. 15.30 / So 23.6. 15.30
"Die drei von der Tankstelle"

Regie: Wilhelm Thiele, DE 1930, 99 min, digital, FSK: ab 0
mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann
Einführung: Dr. Manfred Kögel (19.6.)
Drei mittellose Freunde halten sich mit dem Betreiben einer Tankstelle über Wasser. Aber als sich alle drei in die junge Lilian verlieben, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Der erfolgreiche Ufa-Film begründete mit seinem virtuosen Zusammenspiel von Erzählung,Tanz und Musik eine neue filmische Form, die das US-Musical vorwegnahm.

Mi 26.6. 15.30 / So 30.6. 13.30
"La Habanera"

Regie: Detlef Sierck, DE 1937, 97 min, 35mm, FSK: ab 0
mit Zarah Leander, Ferdinand Marian, Karl Martell
Einführung: Dr. Manfred Kögel (26.6.)
Das Melodrama erzählt von der Schwedin Astrée, die sich in Puerto Rico in den Großgrundbesitzer Don Pedro verliebt und ihn bald darauf heiratet. Doch ihre große Liebe stellt sich bald als herrisch und eifersüchtig heraus. La Habanera war Detlef Siercks letzter Film in Deutschland, ehe er vor den Nationalsozialisten ins Exil floh.

Quelle: Deutsches Filmhaus Wiesbaden

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