Grimme-Preis 2018: Die Nominierungen

17.01.2018 | 15:06 Uhr

Grimme-Preis 2018: Die Nominierungen

70 Produktionen und Einzelleistungen sind für den 54. Grimme-Preis 2018 nominiert. Die Grimme Preise werden in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend vergeben.

Aus mehr als 900 Einreichungen und Vorschlägen haben die vier Kommissionen die Kandidaten ausgewählt. "Die Zahl der Einreichungen zeigt, dass sich der Serien-Boom auch in Deutschland weiter fortsetzt", so Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts. Insgesamt 27 Serien waren in der Kategorie Fiktion in der Auswahl, fünf davon wurden für einen Grimme-Preis nominiert. Die Serie "Dark" (Netflix) erhielt eine Spezialnominierung für Buch und Idee. Damit ist zum ersten Mal auch eine Serie eines Streaminganbieters im Rennen. Mit "Babylon Berlin" (Sky/ARD Degeto/WDR) geht eine Nominierung an eine Koproduktion von öffentlich-rechtlichem und Privatfernsehen bzw. Pay-TV, für "4 Blocks" erhält der Pay-TV-Sender TNT seine dritte Nominierung.

Weiterhin aktuell – nicht nur in der Kategorie Information & Kultur – sind die Themen Flucht und Migration. Gerade beim Kinder- und Jugendfernsehen fanden sich sehr viele Produktionen im Wettbewerb, die das Thema zielgruppen-gerecht thematisiert haben. Erneut stark bei den Nominierungen vertreten ist das Angebot von "funk": insgesamt fünf Nominierungen gibt es für das Jugendangebot von ARD und ZDF.

Keine steigende Qualität konnte die zuständige Kommission beim Unterhaltungsprogramm feststellen. Von den insgesamt 20 möglichen Nominierungen wurden nur elf vergeben, davon keine für den Bereich Innovation.

Für die besondere journalistische Leistung in der Kategorie Information & Kultur wählte die Kommission aus insgesamt 35 Einreichungen und Vorschlägen der Vorauswahlkommission folgende Nominierungen: Die Journalistin Isabel Schayani für ihr gesamtes journalistisches Wirken im Jahr 2017; die Redaktionen von "Panorama", "Panorama 3" und "Panorama – Die Reporter" (NDR) für ihre Berichterstattung zu den Ereignissen rund um den G20-Gipfel in Hamburg; Claas Meyer-Heuer (Spiegel TV) für seine Recherche im Rahmen einer Reportage für das "Spiegel TV Magazin" (RTL).

Bemerkenswert in diesem Preisjahr die Zahl der Produktionen von privaten Sendern und Anbietern. Dazu die Grimme-Direktorin: "Die Nominierung von insgesamt neun privaten Produktionen für den diesjährigen Grimme-Preis zeigt eine positive Tendenz bei der Programmqualität der Privaten – eine für das Fernsehen insgesamt wünschenswerte Entwicklung."

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 54. Grimme-Preises 2018 werden am 14. März 2018 bei einer Pressekonferenz im Essener Grillo-Theater bekanntgegeben. Die feierliche Verleihungsgala findet am 13. April 2018 im Theater der Stadt Marl statt.

Bereits vorher, 31. Januar 2018, werden zudem die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Bert-Donnepp-Preises ausgezeichnet: Neben dem Onlineangebot "Übermedien" erhält der Journalist Georg Seeßlen den Preis. Eine besondere Ehrung im Rahmen des Bert-Donnepp-Preises geht an die ZDF-Journalistin Dunja Hayali für ihr Engagement gegen Hasskommentare im Netz.

Weitere Infos und alle Nominierungen unter www.grimme-preis.de

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